Der romanische viereckige Turm erinnert noch heute an die Zeit, als die Prager Burg von mächtigen Mauern und Wehrtürmen geschützt wurde. Bereits im 12. Jahrhundert bewachte er den östlichen Eingang zum Burggelände. Unter Karl IV. wurde sein pyramidenförmiges Dach mit vergoldetem Blech gedeckt, weshalb der Turm „Goldturm“ genannt wurde. Zwar blieb er während des großen Brandes der Prager Burg, der Kleinseite und des Hradschin im Juni 1541 von der Zerstörung verschont, doch sein Mauerwerk war durch den Rauch so stark geschwärzt, dass er den Namen „Schwarzer Turm“ erhielt. Im Laufe der Jahrhunderte diente er sowohl als Wohnung des Wächters als auch als Gefängnis für Schuldner. Heute kommen wir an diesem 26 Meter hohen Turm aus hellem Tuff vorbei, wenn wir über die Alte Schlosstreppe die Prager Burg betreten. Er beherbergt das Depot für archäologische Funde aus der Prager Burg, das für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.