Unseen Makers zwischen Böhmen und Sachsen

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Willkommen in der Welt der Unseen Makers, einem kreativen Korridor zwischen Böhmen und Sachsen, in dem tausend Jahre Handwerk, Industrie und Kunst still und leise die Lebensart Europas geprägt haben. Über Jahrhunderte hinweg haben die Menschen hier kleine Erfindungen mit großer Wirkung geschaffen und ihre Spuren in Architektur, Design, Technologie und im Alltag hinterlassen.

In Prag entfaltet sich die Geschichte der Unseen Makers in drei Phänomenen, die die Stadt mit ihren sächsischen Nachbarn – und der übrigen Welt – verbinden:

Brutalismus neu gedacht

Prag ist zwar berühmt für seine mittelalterliche Silhouette, doch die Architektur der Nachkriegszeit zwischen 1958 und 1989 erzählt eine nicht weniger faszinierende Geschichte. In dieser Zeit der „kreativen Spannung“ zwischen offizieller Doktrin und modernen Strömungen entwarfen international anerkannte Architekten außergewöhnliche Gebäude aus Beton, Stahl, Glas und Aluminium – von Warenhäusern und Brücken bis hin zu kulturellen Wahrzeichen und dem ikonischen Fernsehturm. Heute können Sie diese oft missverstandenen brutalistischen und spätmodernen Juwelen der Architektur bei thematischen Führungen erkunden – oder machen Sie sich einfach auf eigene Faust auf, um diese Bauwerke auf einem Spaziergang durch Prag als Alltagsbestandteil einer gelebten Stadt zu entdecken.

Meister höchster Handwerkskunst

Prag ist eine Stadt, die von Meistern höchster Handwerkskunst geprägt wurde – von mittelalterlichen Steinmetzen und Uhrmachern bis zu heutigen Glaskünstlern und Restauratoren. Im Zentrum steht die Altstädter Astronomische Uhr, die älteste noch funktionierende astronomische Uhr der Welt, deren neu geschaffener digitaler Zwilling im Altstädter Rathaus die Präzision ihres mittelalterlichen Mechanismus aus nächster Nähe erlebbar macht. Gotische Türme in der ganzen Stadt – vor allem der Altstädter Brückenturm an der Karlsbrücke, der als eines der schönsten gotischen Tore der Welt gilt – ragen als monumentale Zeugnisse mittelalterlicher Steinmetzkunst über die Straßen. Im Inneren des Veitsdoms zeigen von bedeutenden Künstlern verschiedener Jahrhunderte gestaltete Glasfenster eine andere Facette dieser Meisterschaft in Glas und Farbe. Heute wird die lange erwartete neue Orgel der Kathedrale mit einem zeitgenössischen gläsernen „Juwel“ gekrönt: Hunderte mundgeblasene Kristallelemente böhmischer Glasmacher, inspiriert von böhmischen Basaltsäulen, bilden ein funkelndes „Halsband“ für die Kathedrale.

Dieselbe lebendige Tradition setzt sich in über die ganze Stadt verstreuten Studios fort: Nur wenige Schritte von der Karlsbrücke entfernt, auf der Kampa-Insel, bietet das Janecký Studio des weltbekannten Glaskünstlers Martin Janecký eine zeitgenössische Interpretation dieses Handwerks – mit Heißglas-Skulpturen, die mit seiner charakteristischen Technik von innen aus der Glasblase heraus modelliert werden.

Ob Sie den Stundenschlag der Uhr erleben, einen Turm erklimmen oder ein Atelier besuchen – Prag lädt dazu ein, hohe Handwerkskunst als etwas Lebendiges zu erfahren, nicht als etwas, das hinter Glas in einer Vitrine eingeschlossen ist.

Begegnen Sie dem Geist der Boheme

Seit Jahrhunderten zieht Prags „Esprit Bohème“ außergewöhnliche Persönlichkeiten aus aller Welt an. Der Barocke Bibliothekssaal im Clementinum – oft als eine der schönsten Bibliotheken der Welt bezeichnet – ist eng mit dieser Tradition verbunden: Hier werden Werke von Johannes Kepler aufbewahrt, hier klingt die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart nach, und hier erinnert man sich an die Zeit, als Albert Einstein in Prag an seinen Ideen zur Relativität arbeitete.

Im Café Louvre, wo einst Franz Kafka, Rainer Maria Rilke und Einstein ihre Gedanken austauschten, liegen bis heute auf jedem Tisch kleine Papierblöcke und Bleistifte bereit, um es Gästen zu ermöglichen, eigene Ideen und Skizzen festzuhalten.

Von Cafés und Buchhandlungen über Theater und Galerien bis hin zu geführten Spaziergängen, die diese berühmten Geschichten lebendig werden lassen, lädt Prag dazu ein, dem böhmischen Geist zu begegnen – nicht als Klischee, sondern als lebendige, alltägliche Kraft: neugierig, kreativ und ein wenig rebellisch.

Planen Sie Ihre Unseen Makers Reise

Beginnen Sie Ihre Reise zu den Unseen Makers in Prag, dem wichtigsten internationalen Tor sowohl zu Prag als auch zu Chemnitz. Sie können zum Václav-Havel-Flughafen Prag fliegen und anschließend nach Chemnitz weiterreisen – oder zunächst ein paar Tage in der tschechischen Hauptstadt verbringen und von dort aus weiterfahren.

Verbringen Sie vier Tage zwischen Böhmen und Sachsen und gewinnen Sie einen ersten Eindruck von den Unseen Makers. Beginnen Sie in Prag mit der ikonischen Astronomischen Uhr, der Karlsbrücke und dem Veitsdom sowie den Meisterhandwerkern hinter diesen Bauwerken. Tauchen Sie anschließend in die Betonarchitektur der Nachkriegszeit ein. Setzen Sie Ihre Reise in Chemnitz fort, erleben Sie dort die ostmoderne Stadtlandschaft und lassen Sie Ihren Aufenthalt zwischen deutschem Expressionismus und Industriekultur ausklingen.

Regelmäßige Fernbusse (darunter FlixBus) verbinden die wichtigsten Bus- und Bahnhöfe Prags in etwa drei Stunden mit Chemnitz. Außerdem bestehen Zugverbindungen über Dresden vom Prager Hauptbahnhof (Praha hlavní nádraží) zum Chemnitzer Hauptbahnhof. Ob Sie mit dem Flugzeug, dem Zug oder dem Bus anreisen – beide Städte lassen sich problemlos kombinieren, sodass Sie die Unseen Makers auf beiden Seiten der böhmisch-sächsischen Grenze erleben können.

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