In diesem Augenblick trat Libuše bis an den Rand der Mauern, hob die Hände zu den bewaldeten Hügeln am gegenüberliegenden Ufer der Moldau und sprach ihre Prophezeiung:„Ich sehe eine große und prächtige Stadt, deren Glanz einst bis zu den Sternen reichen wird. Dort im Wald werdet ihr einen Mann finden, der die Schwelle seines Hauses in Stein meißelt. An dieser Stelle soll eine mächtige Burg errichtet werden – und nennt sie Prag. So wie einst alle Fürsten und Könige ihr Haupt vor der Schwelle eines Hauses beugen, werden sich auch die Mächtigsten eines Tages vor der Burg und der Stadt verneigen, die dort entstehen wird.“ Nach dem Buch von Alena Ježková: 77 Prager Legenden.