Bruncvíks Statue als kosmische Quelle der Stadt

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Laut Psychotronik wird die Prager Altstadt von zwei starken Energiequellen umgeben: der Prager Burg und dem Vyšehrad. Ein bedeutender Punkt dazwischen ist die Bruncvík-Statue unter der Karlsbrücke, die Psychotroniker als eine Art kosmisches Zentrum Prags betrachten. Jeder, der unter dieser Statue hindurchgeht, wird auf seine Weise Teil von Bruncvíks Geschichte – einer Suche nach Mut und Gerechtigkeit.

Der Ort, an dem die Bruncvík-Statue steht, hat eine lange Geschichte, die bis in die heidnische Zeit zurückreicht. Damals befand sich hier vermutlich eine Statue des Donnergottes Perun, und es wurden Gerichtssitzungen abgehalten. Die erste Statue des steinernen Ritters wurde im frühen 16. Jahrhundert auf einem Pfeiler der Prager Steinernen Brücke errichtet. Sie sollte die Autorität der Prager Altstadt symbolisieren, von allen, die mit Schiffen oder Flößen nach Prag kamen, eine Gebühr zu erheben. Dieses Recht war den Altstädtern 1459 von König Georg von Poděbrady verliehen worden.

Ähnliche Ritterstatuen, die die städtische Autorität verkörperten, entstanden im Mittelalter in vielen europäischen Städten. Nach dem heldenhaften französischen Ritter aus dem Gefolge Karls des Großen wurden sie europaweit Roland genannt – nur in Prag trugen sie den Namen Bruncvík. Die ursprüngliche Statue stellte einen bärtigen alten Mann mit Helm dar, dessen Gesicht dem Fluss zugewandt war. Er trug einen Schild mit dem Stadtwappen und ein zum Zeichen des Friedens gesenktes Schwert. Vermutlich wurde sie vom Steinmetz Matěj Rejsek geschaffen. Als Prag 1648 von den Schweden belagert wurde, zerstörte Artilleriebeschuss die Statue. Lange Zeit stand auf dem Brückenpfeiler nur noch eine beschädigte Säule. Erst 1886 schuf der Bildhauer Ludvík Šimek eine neue Fassung.

Bruncvík | Quelle: Prague City Tourism

Ritter Bruncvík ist eine Figur aus einer alten tschechischen Legende. Seine Geschichte ist eine Variante der Sage um Heinrich den Löwen von Braunschweig und enthält zugleich Motive aus den Abenteuern des Odysseus und Sindbad. Der Überlieferung nach übernahm der böhmische Fürst Bruncvík nach dem Tod seines Vaters Žibřid die Herrschaft. Bald jedoch zog er hinaus in die Welt, um einen Löwen für sein Wappen zu gewinnen. Er bereiste ferne Länder und segelte über die Meere. Eines Tages sah er einen Löwen mit einem neunköpfigen Drachen kämpfen. Der Löwe war bereits erschöpft, da half ihm Bruncvík – und gemeinsam besiegten sie das Ungeheuer. Von da an begleitete ihn der gezähmte Löwe auf all seinen Wegen. Nach sieben Jahren kehrte Bruncvík mit dem Löwen und einem Wunderschwert nach Prag zurück, das von selbst die Köpfe seiner Feinde abschlagen konnte. Man sagt, dieses Schwert sei in einem Brückenpfeiler eingemauert, auf den Bruncvík seinen Blick richtet. Wenn das böhmische Land einst in größter Gefahr ist, sollen die Ritter, die im Berg Blaník schlafen, erwachen und ausreiten, um den Tschechen zu Hilfe zu kommen. Der Schutzpatron des Landes, der heilige Wenzel, wird das Heer anführen. Sein Pferd soll auf der Karlsbrücke straucheln – und in diesem Moment springt das Wunderschwert aus der Brücke in die Hand des Fürsten. Das böhmische Heer wird triumphieren, und das Land wird gerettet sein.

Psychotroniker wollen über der Bruncvík-Statue einen Lichtstrom erkennen, der Prag mit der geistigen Energie des Universums verbindet. Wer auf der Brücke innehält und einen Moment still neben der Statue verweilt, kann diese besondere Kraft vielleicht selbst spüren. Viele Besucher beschreiben dieses Erlebnis als ein Gefühl von Frieden und innerer Ausgeglichenheit.

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